Es war vor zwei, drei Jahren, als ich ein bisschen Arbeitskrise hatte. Weil ich langsam auch in das Alter kam, wo andere schon im Ruhestand sind, machte ich mir Gedanken über meine berufliche Zukunft. Ganz klar war (und ist es bis heute): Ich werde Bücher schreiben bis an mein Lebensende. Autorin zu sein ist Lebenssinn, ist Leidenschaft, ist viel Liebe. Ich bin eben eine Bücherfrau durch und durch. Seitdem arbeite ich daran, mich mehr und mehr mit eigenen Texten zu zeigen, sowohl mit Buchveröffentlichungen als auch in meinem Autorenblog und meinem Online-Magazin sinnundstift. Parallel dazu begleite ich nach wie vor gerne Autorinnen und Autoren bei ihrem Sachbuch.
Und so war auch 2025 Teil eines längeren, aber wichtigen Veränderungsprozesses. Wenn ich zurückblicke, sehe ich vor allem zwei Richtungen: Ich bin auf dem Weg, auf mein Inneres besser zu hören, sowohl mental als auch körperlich. Und ich lerne, meine Meinung, meine Haltung zu gewissen Themen, meine Persönlichkeit sichtbarer zu machen. Ich denke, das ist ein so wichtiger Prozess gerade wenn man eine gute Autorin sein will: den Mut haben, Position zu beziehen und sie einprägsam zu äußern.
Es lief also wunderbar, auch wenn mein Rücken nicht immer bereit war für die ganze Schreibtischarbeit. Jetzt, Ende Dezember, ist es Zeit für einen Jahresrückblick 2025. Was waren meine Highlights? Meine Learnings? Mein Fazit?
Meine beruflichen Highlights in 2025
Das Buch! Raus aus der Hängematte, rein ins fitte Leben
Der Autorin größtes Highlight ist es selbstverständlich, wenn ein Buch veröffentlicht wird. Ein eigenes natürlich. Im März 2025 erscheint das bereits sechste Sachbuch, auf dem mein Name am Cover steht. Da fällt mir gerade auf: Hey, das sechste eigene schon!

Diejenigen, die mich schon lange kennen, wissen, dass ich viele, viele Bücher als Ghostwriter geschrieben habe. Ich müsste sie nachzählen, aber es müssen so um die 20 sein. Doch auch wenn ich bei jedem dieser Bücher von der ersten bis zur letzten Zeile ebenso alles selbst geschrieben habe, so ist da doch ein wesentlicher Unterschied zu denen, auf deren Cover mein Name steht: Es ist MEIN Wissen, das zwischen den Buchdeckeln steckt, und meine Voice – und nicht das meiner Ghostwriting-Kunden.
Das neueste Buchbaby habe ich mit der Diätologin Birgit Barilits geschrieben. „Raus aus der Hängematte, rein ins fitte Leben“ handelt von einer entspannten Art, einen gesunden Lebensstil in sein Leben zu bringen. Wir zeigen dir acht zentralen Bereiche, auf die du achten solltest, beschreiben die wissenschaftlichen Hintergründe und geben viele Tipps und Anregungen. Wenn dir deine Gesundheit wichtig ist und du dir ein gesundes, langes Leben wünschst, dann ist unser Buch vielleicht genau richtig für dich.

Eigentlich das perfekte Buch für den Jahresbeginn, oder? Wenn du vor allem unser letztes Kapitel, das Umsetzungskapitel, ernst nimmst, dann kann mehr draus werden, als nur ein halbgarer Neujahrsvorsatz. Versprochen! Falls du es kaufen möchtest: Hier geht’s in den Buchshop. Selbstverständlich bekommst du es auch in jeder Buchhandlung oder auch bei mir. Schreib mir einfach eine Nachricht!
Meine Erfahrungen zum Buchmarketing als Selfpublisherin
Worauf ich sehr gespannt war, war unser Buchmarketing. Wie gut würde es uns gelingen, die Werbetrommel zu rühren, wo ich doch zu den Introvertierten und Birgit auch eher zurückhaltend ist?
- Sehr genial: Zu zweit geht alles leichter. Wir pushen uns gegenseitig, indem jede von uns einen Teil der To-dos übernimmt und dann berichtet. Da sieht man sich schon ein bisschen genötigt, und das klappt super.
- Gut gelungen ist uns der Launch. Wir waren sehr fleißig im Pre-Marketing und sind natürlich auch danach in den Social Media und beim Networking fleißig.
- Aus dem Networking entsteht dann auch die Möglichkeit, einen Messestand im Rahmen des Vienna City Marathon zu zu haben – passend, nicht wahr, wo Sport ein immanenter Teil eines gesunden Lebensstils ist. Wer allerdings glaubt, an so einer Veranstaltung viele Bücher zu verkaufen, irrt. Trotzdem freuen wir uns über die Sichtbarkeit und sogar einen Bühnenauftritt.
- Was leider nicht gut geklappt hat: erfolgreiche Pressearbeit. Ich frage mich, woran es liegt. Es kann doch nicht sein, dass Redaktionen so konservativ sind und nur Verlagsbücher besprechen. Oder doch?
- Wir schreiben viele Buchhandlungen an, in erster Linie kleine unabhängige. Mit nicht klar erkennbarem Erfolg. Denn nur in jener Buchhandlung, in der ich regelmäßig verkehre, bekam ich Feedback. Bei allen anderen weiß ich bis heute nicht: Haben sie meine Information aufgegriffen und das Buch in ihre Regale gestellt oder nicht? Vielleicht hätte ich nachtelefonieren sollen. Aber da sperrt sich halt die Introvertierte in mir. :-)
- Wir kontaktieren auch diverse Gesundheitseinrichtungen, doch da ist noch Luft nach oben. Wird Anfang 2026 fortgesetzt.
- Alles in allem sind wir soweit zufrieden.
- Noch eine Erfolgsmeldung: Rezensionen bekamen wir viele und bis auf eine waren sie alle super positiv! Tja, man kann es nicht allen rechtmachen, aber offenbar fast allen?

Buchmarketing ist immer sehr viel Arbeit, und wie ich feststelle, noch mehr Arbeit im Selfpublishing. Doch eine Sache finde ich sehr genial: Wir haben bei BoD jederzeit Einsicht in die Verkäufe. Das ist so wohltuend! Mein voriges Buch erschien bei Springer. Dort aktuelle Verkaufszahlen zu bekommen, war umständlich bis unmöglich, bis auf die Abrechnung einmal im Jahr. Der Punkt geht hier eindeutig ans Selfpublishing. Denn es ist äußerst hilfreich und motivierend, zu wissen, ob eine bestimmte Maßnahme fruchtet oder nicht.
Wie wohltuend es ist, in seinem „natürlichen Habitat“ zu sein
Wenn zwei österreichische Autorinnen ein Buch veröffentlicht haben, ist es selbstredend, dass sie auf der Buch Wien erscheinen. Zumal sie als Selfpublisher Chefinnen im eigenen Haus sind und somit nicht angewiesen auf den Goodwill eines Verlags, der das Buch von Autorinnen ohne Bestseller-Badges vermutlich nicht mit auf die Messe nimmt.
Was für ein Fest! Unser Buch ist gleich an zwei Ständen ausgestellt. Meine Co-Autorin Birgit ist zum ersten Mal auf der Buch Wien, und wir haben so viel Spaß beim Streunen durch die Hallen. Wir werden sogar gebeten, unser Buch zu signieren <3
Beim Fachsimpeln mit Kollegin Marie Fröhlich am Selfpublisherstand
Birgit in ihrem Element
Ich am Selfpublisherstand
Hoch hinaus – BoD hat unser Buch ganz oben platziert
Birgit und ich nach dem Signieren
Die Autorin mit Blick aufs Schreibgerät
Ich fühle mich so sehr in meinem Element, dass ich gleich zwei Tage dort verbringe. Mit Verlegern ins Gespräch kommen, Lesungen besuchen, Autoren im Interview zuhören, Fachgespräche führen, Kolleginnen treffen, Erfahrungen mit anderen Selfpublishern austauschen … Als ich ein paar Bilder auf LinkedIn veröffentliche, schreibt jemand, dass ich so sehr strahle, so richtig viel Glück in den Augen habe. Klar, schreibe ich zurück. So ist das, wenn eine Autorin in ihrem natürlichen Habitat ist. Nur Bücher rundherum.

Vernetzte Wien-Bookies
Zu den Wohlfühloasen zählt für mich seit diesem Jahr auch eine kleine, feine Runde an Bücherfrauen in Wien. Zuerst einmal ist da Sonja Warter, die ich auf LinkedIn kennenlernte. Uns verbindet wirklich viel: Sie ist – ich war Ghostwriter. Beide begleiten wir Autoren bei ihrem Sachbuchprojekt. Beide haben wir Betriebswirtschaft studiert … Und beide lachen wir gern und viel.
Sonja stellt mir zwei weitere Buch-Expertinnen vor, Lisa Keskin und Monika Lexa von der Ghostwriter-Academy. Mit ihnen zu frühstücken ist ein wahrer Sprühregen an Ideen, Fachwissen und Humor. Und so ein Frühstück dauert, sage ich euch, wenn man so viel auszutauschen hat … ;-) Danke euch beiden!
Auch auf der Buch Wien lerne ich Wien-Bookies kennen. So habe ich beispielsweise lange mit Melanie Hofer von der Buchschmiede gefachsimpelt. Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder!

Die KI und ich – ein skeptisches Herantasten
Die gute Nachricht zuerst: Es hat nicht wahnsinnig meine Umsätze geschmälert, wie das bei vielen meiner Kolleginnen in den diversen schreibenden Berufen passiert ist. Allerdings wurde ich auch nicht gerade überhäuft mit Coachingaufträgen.
Ich erinnere mich an eine Anfrage Anfang des Jahres von einer Beratergruppe, die gemeinsam ein Sachbuch schreiben wollten. Im Erstgespräch war klar: Die sind so sehr überzeugt, dass die KI ihr Buchkonzept und auch ihre Texte schreiben und optimieren wird können. Sie waren wie auf einem anderen Planeten. Ich frage mich ja heute, warum sie überhaupt bei mir angefragt haben. Bevor sie es tun konnten, habe ich selbst eine rote Linie gezogen. Leute, mit mir nicht. Mit mir gibt es Bücher, die die Persönlichkeit der Autoren sichtbar machen und nicht das eingedampfte Allgemeinwissen von eh allen da draußen im www.
Seitdem beäuge ich noch kritischer, wie die Menschen mit KI umgehen. Es macht mich traurig, wie viele sie unreflektiert nutzen. Ich mache mir Sorgen, ganz ehrlich, um den Verstand der Menschheit. Obwohl ich die KI auch nutze. Als Unterstützung bei der Recherche für meine Bücher und Artikel und manchmal auch als Inspirationsquelle.
Doch beim Schreiben selbst lasse ich mir nicht in die Tasten greifen. Oder gar die KI machen lassen. Ich habe es getestet und festgestellt, dass solche Texte langweiliger Brei sind. Es fehlen Ecken und Kanten, bunte Färbungen, lebendige Geschichten. Wer will denn sowas wirklich lesen? Und – ganz meinem oben erwähnten Lernprozess entsprechend: ICH fehle im Text.
Um diese meine Haltung zur KI deutlich sichtbar zu machen, habe ich mich einer Community angeschlossen, die ein Gütesiegel ins Leben gerufen hat: MI – Menschliche Intelligenz. Ach ja, und ich habe einen Artikel dazu geschrieben. Falls dich interessiert, welche Empfehlungen ich für Autoren habe, bitte gerne hier lang!

Neues Buch begonnen: Die Kunst, den Sport zu lieben
Buchideen haben ein Eigenleben. Sie kreisen irgendwo über den Köpfen von Autoren. Wenn man sie greifen will, schwirren sie schnell davon wie ein Schwarm aufgescheuchter Sperlinge. Doch irgendwann ist die Zeit reif dafür, dass sie sich setzen. Greifbar werden.
Mitte dieses Jahres starte ich. Ich hole mir einerseits Hilfe und groove mich ein ins Thema. Lese Fachbücher, führe Gespräche. Ich entdecke die Sportphilosophie. Ich wusste gar nicht, dass es sowas überhaupt gibt! Seitdem habe ich monatlich ein Meeting mit Henrike Dörr, sie ist schon seit vielen Jahren meine Kollegin im weltbesten Netzwerk Texttreff und war auch Lektorin unseres Buchs „Raus aus der Hängematte“. Sie arbeitet auch gerade an einem Buch, und so halten wir uns gegenseitig motiviert.

Worauf ich stolz bin: www.sinnundstift.at ist schon im zweiten Jahr
Es passiert nicht oft, dass ich es laut kundtue, wenn ich auf etwas stolz bin. Doch wenn ich mein Online-Magazin sinnundstift betrachte, dann freue ich mich schon sehr über mich selbst. Dass ich es geschafft habe, nun schon zwei Jahre lang alle zwei Wochen einen Artikel zu veröffentlichen. Und ich habe noch immer so viele Ideen, worüber ich schreiben kann!
Noch dazu, wo manche ihre Zweifel hatten: Sinn und Stift – na hoffentlich gehen dir da nicht bald die Themen aus, meinten sie. Wenn ich ganz still bin, dann höre ich eine innere Stimme flüstern: Hey, Dani, aber das wusstest du doch schon zu Beginn, du warst dir von Anfang an sicher! Jo eh.
Et voilà! Fast 50 Artikel gibt es bereits über Sinn und Eigensinn, über das Älterwerden und Gesundbleiben, über den Sinn und wie er uns im Alltag leiten kann und über die Sinnhaftigkeit von Sport – buchstäblich gemeint, nämlich den Sport mit allen Sinnen begreifen und genießen. Ach ja, und ein paar Bücher habe ich auch vorgestellt, die zu den Themen passen und mir ans Herz gewachsen sind.

Was mich derzeit beschäftigt ist, wie ich die Ausrichtung des Magazins besser schärfen könnte. Da bin ich noch nicht ganz happy, sie erscheint mir so ein bisschen gekünstelt. Was meint ihr? Welche Beiträge habt ihr gern gelesen, worüber würdet ihr gern mehr lesen? Also … falls ihr mein Magazin schon kennt. Wenn nicht, hier ist der Link!
Auf dem Weg zum Ich – und zur nächsten Stufe des Autorendaseins
Das Licht unterm Scheffel und was passiert, wenn man ihn lüpft: Weiterbildungen
Drei Weiterbildungen habe ich mir dieses Jahr gegönnt. Witzig, was ich jetzt so im Nachhinein feststelle: Alle drei sind recht unterschiedlich und aus drei unterschiedlichen Motiven heraus gewählt, und doch haben sie einen gemeinsamen Nenner. Es geht um das Vertrauen, aus sich selbst schöpfen und daraus etwas Sinnvolles und Hilfreiches machen zu können. Ist das nicht genial, wie sehr einen die Intuition zum Richtigen leitet, ohne dass man das bewusst am Radar hat?

Die Phänomenologie, ein geniales Konzept im Coaching
Phänomeno-was? Erst 2024 habe ich die Ausbildung zum Existenzanalytischen Coach bei Alfried Längle abgeschlossen, und da ist Phänomenologie ein wesentliches Element. Also wollte ich mich in diese Methode weiter vertiefen.
Wenn ich im Coaching phäomenologisch arbeite, bedeutet das, dass ich meinem Coachee zuhöre und dabei nicht die Trickkiste öffne oder gar Lösungsvorschläge mache. Sondern ich achte darauf, was das Gesagte in mir zum Schwingen bringt. Welche Empfindungen auftauchen. Welche inneren Phänomene eben. Das bringt für den Coachee bemerkenswerte Erkenntnisse auf einer tieferen Ebene. Ich liebe es, so zu arbeiten!
Gleichzeitig lerne ich bei jedem Coaching auch etwas: dass ich darauf vertrauen kann. Dass meine Empfindungen schon richtig sind und nicht irgendein Hirngespinst.
Therapeutisches Schreiben
Weil es schon viele Jahre in meinem Kopf geistert, habe ich dieses Jahr endlich ein Seminar bei der wunderbaren Silke Heimes zum Therapeutschen Schreiben gebucht. Im hübschen Kloster Irsee in Bayern lernten wir, wie wir mit gezielten Schreibübungen dem eigenen Ich näherkommen können.
Ich war wieder einmal überrascht, welche hübschen Geschichten ich schreiben konnte, wenn ich „nur“ dem intuitiven, nächsten Gedanken vertraue und folge und mein Hirn ausschalte. Und wie schön es ist zu erkennen, wie viel diese Geschichten mit meinem Leben, meinem Naturell, meinem Selbst zu tun haben. Das jedoch erkenne nur ich. Meine Zuhörer hatten einfach nur Spaß an den vorgelesenen Texten.

Doppelt gemoppelt gebloggt DyB mit Judith Peters
Im Herbst dann ein Kurs der ganz anderen Art: der Online-Kurs von Judith Peters „Double your Blog“. Acht intensive Wochen, in denen ich so viel über das Bloggen gelernt habe! Womit ich aber nicht gerechnet habe, ist der „side effekt“ des Kurses. Irgendwie schaffte Judith es, mich nicht nur an, sondern über meine Grenzen zu bringen, was das Publizieren und Sichtbarmachen meiner eigener Meinungen angeht. Wow. Ich gestehe, das war nicht wirklich angenehm, aber es war auch irgendwie genial. So stelle ich mir ein bisschen das Gefühl eines Fallschirmspringers unmittelbar vorm Sprung vor: Aaaaaaaangst, aber so geil!

Was haben Coaching, Schreibtherapie und Bloggen gemeinsam?
In meinem Fall ist es das Sichtbarmachen und das Würdigen des Eigenen, das finden des Eigensinns (wenn du mehr drüber lesen willst, in meinem Magazin drüben auf sinnundstift findest du diverse Artikel, zum Beispiel diesen hier über Authentizität und Eigensinn). Im Coaching es wagen, den eigenen Empfindungen zu vertrauen und sie zur Lösungsfindung anzubieten. Beim Schreibtherapeutischen das Innere nützen als Quelle für unterhaltsame, nachdenkliche, skurrile, schöne, manchmal auch unsinnige Texte. Beim Bloggen Mut fassen, um eigene Sichtweisen und Meinungen zu veröffentlichen und sich somit angreifbar machen.
Mag sein, dass dich das jetzt überrascht, wo ich doch regelmäßig eigene Texte veröffentliche, ob als Buch oder in meinen beiden Blogs. Aber ich versichere dir: Ich bin mein Leben lang so vorsichtig dabei, meine Meinung, meine Kritik, meine Haltung kundzutun.
Dass das ein Lebensthema von mir ist, hat mein Cousin Paul, ein begnadeter Coach, übrigens einmal zu einer Zeichnung inspiriert. Feste Umarmung an dieser Stelle, lieber Paul, dieses Bild hängt seit Jahren in meinem Büro und erinnert mich daran, worum es in meinem Leben gehen soll: Meinen Scheffel entlich zu lüften, damit man besser sehen kann, dass ich doch ohnehin schon wissend und erfahren bin, sodass ich mich nicht verstecken brauche.

Nun, dieses Jahr hat sich in Sachen Scheffel-Lüpfen viel geändert. Und weißt du, was ich besonders toll finde? Dass ich solcherlei Learnings machen kann, die nicht nur mir nützen, sondern auch meinen Autorinnen und Autoren, die ich begleite. Denn ich schätze, zwei Drittel der Menschen, die zu mir kommen, haben so oft Sorge, dass ihre Texte nicht gut genug, ihr Wissen nicht klug genug und ihre Meinungen nicht relevant genug seien. Brothers and sisters, I feel you! <3
The importance of schöpferischer Pause
2024 war ein Jahr, in dem ich feststellte: Autorenberatung macht mir keinen Spaß mehr. Konzept, Exposé, Verlagssuche … Es grüßte täglich das Murmeltier. Vielleicht kennst du dieses Phänomen, wo man etwas zwar gern tut, aber sich dennoch zu viel wiederholt. Sich alles abnützt, sodass man müde wird und ein bisschen gelangweilt. Shabby chic mag ich schon sehr gern – aber lieber im Wiener Kaffeehaus als in meinem Business.
2024 war auch das Jahr, in dem ich meine zweite Coachingausbildung, Existenzanalytisches Coaching, abgeschlossen hatte. Eine Ausbildung, die für mich bahnbrechend war, was meine persönliche Entwicklung angeht. Ich brauchte auch den Rest des Jahres, um mich neu zu sortieren, so sehr hat es mich gerüttelt.
Das Ergebnis meiner inneren Sortiererei war: Ich wollte schon immer Coach sein, doch dann kam „Autorenberatung“ dazwischen. Jetzt ist die Zeit reif für Autorencoaching, reloaded! Was der Unterschied ist, fragst du dich? Für mich liegt eine halbe Welt dazwischen:
- In der Beratung gebe ich Tipps und Anregungen und ich teile mein Wissen über den Buchmarkt, wie man ein Buch zu schreiben beginnt, was ein Konzept und ein Exposé beinhalten soll, wie man Verlage anspricht. Es geht also um das „Was“.
- Im Coaching geht es um das „Wie“ und um das „Wofür“, und das erscheint mir viel bedeutsamer. Denn was nützt mir ein bestimmtes Wissen, wenn mir die Motivation unterwegs abhandenkommt? Wenn ich nicht wirklich an mich und mein Buch glaube? Wenn ich nicht sicher bin, ob ich ein Buch wirklich schreiben kann? Mag ich das Schreiben überhaupt oder mag ich nur die Idee, Autor*in zu sein? Gebe ich mir selbst wirklich die unumschränkte Erlaubnis, dieses Buch zu schreiben? Und welchen Sinn macht es für mich, dieses Buch zu schreiben?
Du merkst es vielleicht: In meinem Coaching geht es um viele Sinnfragen. Nicht nur um den großen Lebenssinn oder den Sinn des Buchs. Sondern es geht auch um den kleinen Sinn, der sich in jedem Schritt manifestiert, der zur Publikation führt.
2025 habe ich also wieder begonnen, mit Leidenschaft Autorinnen und Autoren zu begleiten. Ich berate sie, wie es viele andere Kolleginnen und Kollegen von mir tun. Und ich coache sie – was nicht viele meiner Kollegen können, auch wenn sie „Autorencoaching“ in ihrem Angebot stehen haben.
Jedenfalls: Autorinnen und Autoren, ihr könnt gerne kommen. Ich freue mich auf eure Buchideen, eure Sichtweisen auf die Welt, auf eure Macken beim Schreiben, eure Selbstzweifel und eure sinnerfüllte Autorenzukunft!

Fit bleiben für ein gutes, erfülltes Leben
Wenn du einen Blick auf mein aktuelles Buch wirfst, wirst du nicht überrascht sein: Ich sehe meine Gesundheit als die Grundlage für Lebensfreude. Das hat für mich vielleicht deshalb eine so hohe Relevanz, weil ich seit über 20 Jahren an chronischen Schmerzen am Bewegungsapparat leide. Mit Rückenschmerzen macht das Schreiben keinen Spaß, macht das Reisen nur bedingt Freude und überhaupt. Und so ist Bewegung für mich zum Nonplusultra geworden.
Nur wenn ich mich viel bewege, geht es mir gut
Jänner 2025, Schwimmcamp in Fuerteventura. Wochen davor beschwert sich meine Schulter und ich muss mit dem Schwimmen pausieren. Trotz Physiotherapie wird sie nicht besser. Der Abflug rückt näher und ich werde zunehmend unruhig: Wie soll ich zwei Wochen lang fast täglich ins Becken, wenn meine Schulter schmerzt?
Doch dann köpfle ich ins Wasser – und die Probleme sind wie weggeblasen. Was wieder einmal beweist: Bewegung heilt. Ich muss an die vielen Menschen denken, die ich sagen höre, sie könnten nicht mehr laufen, schwimmen, radfahren gehen, weil Kniearthrose, Schulterproblem, Rückenverspannungen. Nicht falsch verstehen: akute Schmerzen brauchen Ruhe. Doch chronische Schmerzen brauchen genau das Gegenteil. Behutsame, aber kontinuierliche Bewegung.
Sieht man, wie sehr ich das Schwimmen liebe?
Unter den Fittichen von Schwimmcoach Anne
Palmenstimmung
Lesen ist für den Geist, was Sport für den Körper ist
Sogar eine Strandbibliothek gibt es hier, wie genial!
Na, wenn das keine geniale Laufstrecke ist!
Nach dem Schwimmcamp bin ich im ersten Halbjahr viel unterwegs, was bedeutet: viel im Auto, in der Bahn, im Seminarraum sitzen. Mein Körper hat mir erbost den Stinkefinger gezeigt, und „Sitzen ist das neue Rauchen“ und solche Sprüche entgegengebrüllt. Tja. Mit meinem chronischen Schmerz habe ich da nichts zu lachen. Umso schöner aber, dass ich mich mittlerweile weitgehend aus eigener Kraft wieder fit machen konnte. Selbstwirksamkeit ist schon etwas Tolles!
Im späten Frühling sind wir eine Woche auf Krk. Ich genieße die Sonne, das Meer, das Laufen immer am Strand entlang.



Im September gibt es dann den ultimativen Test für meine Fitness: Acht Tage in Maria Alm am Fuße des Hochkönigs täglich Speed-Hiking auf einen Berg rauf – und keine Beschwerden! Ach, ich liebe-liebe-liebe es, mich zu bewegen und meinen Körper zu fordern.
Am Berg beim Speedhiking
Eine Bergbegegnung
Gipfelglück: Kaiserschmarrn

Bücherfrau baut ihre Bücherregale selbst
Irgendwie ist es die Verschmelzung von aktivem Bewegungsdrang und passivem Bücherlesen. Ich komme aus einer Familie mit handwerklichem Geschick. Das findet ihre Fortsetzung in meinem Fall in diversen kreativen Versuchen wie Malen oder Töpfern mit eher zweifelhaftem Kunstwert.
Und in echtem, nutzbringendem Handwerk, sofern es die Zeit zulässt. Manchmal ist auch die Not Mutter der Idee wie beim diesjährigen Bau einer 12 Meter langen Bücherwand. Frau muss ja irgendwie Platz für ihre Romane schaffen (die Sachbücher stehen alle im Büro). Und wenn es nirgendwo ein Regal gibt, das Geschmack und Platzangebot trifft, dann lege ich (mit meinem Herzallerliebsten gemeinsam) halt selber Hand an.
Und so gab es im Februar eine Großbaustelle in unserem Wohnzimmer. Was sagt ihr dazu? Unterm großen Fenster haben wir übrigens ein Window-Seat gebaut, ein laaange gehegter Wunsch von mir!





2026 darf kommen
Wie wird es weitergehen? Wie immer schmiede ich keine Pläne mit Milestones und allem Pipapo. Ich stehe dazu, zu den kreativen Chaoten zu gehören, die einen anderen Leitfaden brauchen. Oder besser gesagt: Ich brauche ein Was, ein Wofür und ein Für wen, und das reicht. Wenn du mehr über meine Vorgehensweise als kreativer Chaot wissen willst, lies nach im letzten Kapitel unseres aktuellen Buchs. Da geht es zwar um einen gesunden Lebensstil, doch das Prinzip ist dasselbe.
Ich lasse mir auf diese Weise so viel wie möglich offen, um jederzeit flexibel zu bleiben. Ich finde, das bin ich meiner kreativen Seele schuldig. Und meiner Lebensfreude auch. Nur eines ist fix: Ich bleibe in Bewegung. Sport habe ich zu meiner Identität gemacht wie das Schreiben.

Sachbücher, die bewegen – das ist mir ein großes Anliegen: Denn wofür sollen Bücher sonst da sein, als die Leser zum Denken, Fühlen oder Handeln zu bewegen?
Ich bin Autorencoach und habe selbst schon viele Bücher geschrieben – viele in meiner Zeit als Ghostwriter, doch auch schon einige unter eigenem Namen. Außerdem schreibe ich regelmäßig im onlineMagazin sinnundstift darüber, wie man das Leben sinnvoller und damit bunter gestalten kann. Egal ob hier im Autorenblog oder drüben bei sinnundstift – ich freue mich sehr, wenn du dich als Abonnent*in einträgst und bei mir mitliest.















Liebe Daniela,
du schreibst in deinem Artikel vom Marketing zu deinem Buch.
Auch ich habe sämtliche Schweizer Buchhandlungen angeschrieben und bekam einige Feedbacks, das mein Buch fürs Sortiment aufgenommen wurde. Du kannst es auch mit Konsignationsverträgen versuchen, solche konnte ich auch zwei abschliessen.
Mir wurde mitgeteilt, das die Buchhandlungen überflutet werden mit Mails von Personen, die ihre Bücher in den Buchhandlungen platzieren wollen. Da nicht übersehen zu werden ist schwierig.
Dasselbe gilt bezüglich Pressearbeit: Jeden Tag bekommen sie eine Flut von Mails. Es geht gar nicht darum, obs ein Verlagsbuch ist oder Selfpublish. Es ist im Grunde simpel: Man geht in der Flut der Mails unter. Ich schaffte es in eine regionale Zeitung, in dem ich meine Geschichte und nicht mein Buch angepriesen habe.
Viel Erfolg in deinem Autorenleben und ganz viel Schreibflow im 2026!
Liebe Grüsse Sandra
Liebe Sandra, vielen Dank, dass du deine Erfahrungen teilst! Ja, das ist leider eine Hürde, diese Flut an Anfragen, die wir überwinden müssen. Ist ja in Verlagen in Bezug auf Exposés auch so.
Was man nie aus den Augen verlieren darf: Eine Absage oder ein Nicht-Reagieren ist nicht gleich ein Feedback zur Qualität unserer Bücher. Sondern hat eben viele andere Gründe. Mir sagte eine Buchhändlerin, dass sie schlicht zu wenig Platz hat.
Einen tollen Schreibflow auch dir für 2026!
Hey Daniela,
für mich, als Hobby-Autorin, ist vor allem dein Vergleich zwischen einem Ghostwriting-Buch und einem eigenen Buch interessant. So spannend zu sehen, was in einem Jahr alles passieren kann. Danke, dass du hier so einen vielfältigen Einblick gibst.
Und deine Bücherwand sieht toll aus, super gemütlich.
Viel Spaß & viel Schreibenergie wünsche ich dir auch für 2026.
LG Ella
Ja, eine Rückschau und das Reflektieren ist schon eine tolle Sache! Was ich besonders … schwierig und gleichzeitit so ergiebig finde: ein übergeordnetes Thema zu finden. Auf meiner Entwicklungsreise, was hat 2025 speziell dazu beigetragen? Welche meiner Lebensthemen hat das Jahr berührt oder gar gefordert?
Auch dir wünsche ich ein tolles neues Jahr, liebe Ella!
So schön, dass du mein Jahr bereichert hast! Ich mag, wie du immer ein bisschen ausbrichst und die Dinge anders machst als andere. Wie recht du hast!
Buchmarketing ist ein schwieriges Terrain, da sitzen wir – wie wir wissen – im selben Boot. Aber wir lernen ja glücklicherweise täglich dazu.
Am meisten beeindruckt hat mich jetzt die Bücherwand! Absolut genial und wunderschön. Irgendwann buche ich dich für handwerkliche Tätigkeiten ;-).
Ich freue mich auf ein tolles 2026 und auf alles, was wir gemeinsam anstellen werden!
Liebe Sonja, ich finde es so schön, mich mit Menschen wie dich auszutauschen – auch über so schwierige Themen wie Buchmarketing – und ehrlich auf Gelungenes und Misslungenes schauen zu können. Gerade als Solokämpferinnen ist das so wertvoll!
Auf alles Wunderbare, das uns im neuen Jahr begegnet! <3
Liebe Daniela, danke dir für die spannenden Einblicke. Ich denke vielen Autorinnen geht es gleich, vom Austausch können wir alle profitieren. Liebe Grüße, Anita