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Ihr Sachbuch marktfähig machen

Ihr Sachbuch marktfähig machen

Kategorie: Autorenberatung, Sachbuch und Ratgeber

3 Schritte, um den Turbo Ihres Buchprojekts anzuwerfen

Im letzten Blogbeitrag Ein Sachbuch beginnen konnten Sie Ihre Buchidee mit einer groben Gliederung auf die Startbahn rollen. Damit haben Sie den entscheidenden ersten Schritt getan. Nun beginnt die nächste Phase Ihre Schreibprojekts: Sie werfen einen Blick in die große, weite Buchwelt, in der sich eine Reihe wichtiger Zielgruppen tummeln: Da wären natürlich an erster Stelle Ihre Leserinnen und Leser. Auch Verlage, Buchhändler, Agenturen zählen dazu. Wenn Sie möchten, dass Ihr Sachbuch marktfähig – sprich: verkaufbar – wird, sollten Sie sich mit all diesen Gruppen vertraut machen.

Sind Sie bereit? Fasten seatbelts!

Schritt 1: Positionspapier entwerfen – das Exposé

Jedes Projekt muss vorher konzipiert werden, damit Sie wissen, wohin die Reise gehen soll und was konkret zu tun ist. Dieses Konzept nennt man in der Bücherwelt ein Exposé. Ein Exposé, so sagt man, braucht man, um einen Verlag anzusprechen. Korrekt. Doch es erfüllt meines Erachtens nach noch einen zweiten, ebenso wichtigen Aspekt: Es ist Ihr Kompass, der Ihnen Orientierung gibt. Es ist der Mühe absolut wert, sich ausreichend Zeit dafür zu nehmen. Auch, wenn Sie Selfpublisher sind.

Ein Exposé beinhaltet Informationen über Fragen wie: Warum ist das Buch für den Markt interessant? Für wen ist es gedacht? Wie unterscheidet es sich von ähnlichen Werken? Wie soll es vermarktet werden? Was befähigt den Autor, dieses Buch zu schreiben? Wie ein solches Positionspapier konkret aussehen soll, ist von Verlag zu Verlag unterschiedlich, die Inhalte sind aber immer dieselben Fragen. Auf manchen Verlags-Websites finden Sie Leitfäden.

Schritt 2: Die Kernbotschaft herausschälen

Eine der größten Herausforderungen beim Exposé ist, in aller Kürze zu beschreiben, worum es geht. In aller Kürze, das heißt im Idealfall: drei Sätze! Händeringend sitzen sie mir dann gegenüber, meine Autorinnen und Autoren. Das geht doch nicht!

Doch, das geht. Und es ist sogar höchst sinnvoll, das zu tun. Denn wenn Ihnen nicht gelingt, die Essenz, Ihre Kernbotschaft, zu erkennen, laufen Sie Gefahr, im Buch immer wieder auszubüchsen, vom Thema abzuschweifen. Ihre Leser haben dann das Gefühl, in einer Nussschale am Atlantik zu treiben. Sie müssen sich anstrengen herauszufinden, worauf Sie hinauswollen. Nachdem sich heutzutage aber niemand beim Lesen anstrengen will, ist das ein No-go. Also: Strengen lieber Sie sich an, sonst verlieren Sie Ihr Publikum.

Die Kapitelstruktur sollte übrigens so beschaffen sein, dass sie dieser Kernbotschaft dient. Jedes Kapitel bespricht einen speziellen Aspekt des Kernthemas, es sollte also erklären, was dieser Aspekt mit der Kernbotschaft zu tun hat. Wenn Sie das berücksichtigen, werden Sie sämtliche Inhalte entlarven, die eigentlich gar nicht ins Buch gehören. Die Leitfrage bei jedem Kapitel lautet also: Welchen Beitrag leistet es?

Schritt 3: Konkurrenzanalyse

Sehr hilfreich nicht zuletzt für die Inhalte Ihres Buchs ist ein Blick auf die Konkurrenzwerke. Als Expertin haben Sie vermutlich ohnehin eine Auswahl an Fachbüchern im Regal stehen. Welche davon lassen sich unmittelbar in Nachbarschaft zu Ihrem Buch sehen? Auch ein Blick in die Buchhandlung und ins Internet gibt Aufschluss darüber, wie viele ähnliche Bücher es gibt.

Das soll nun keine masochistische Übung sein, die Ihnen zeigt, dass es „ohnehin schon Millionen solcher Bücher“ gibt. Im Gegenteil: Während Sie ein wenig in den Konkurrenzwerken blättern, werden Ihnen a) hoffentlich Unterschiede auffallen, sodass Sie an Ihrem Buch ein Alleinstellungsmerkmal erkennen können. B) können Ihnen eventuell noch ein paar Ideen kommen, was Sie in Ihrem Buch anders machen müssen, damit es nicht untergeht.

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(Fotonachweis: fotolia.com)

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