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Buchmarketing: Kenne deinen USP!

Buchmarketing: Kenne deinen USP!

Kategorie: Autorenberatung, Buchmarketing

Die Autoren, mit denen ich zu tun habe, wollen ein Buch schreiben, um ihre Bekanntheit zu steigern und ihr Geschäft anzukurbeln. Das ist auch eine gute Idee, die ganz wunderbar funktioniert. Wenn man es richtig macht.

Unternehmensmarketing und Buchkonzept

Dass Sie sich den Kopf darüber zerbrechen müssen, was Sie ins Buch hineinschreiben möchten, ist klar. Weniger klar ist jedoch, dass es einen engen Zusammenhang gibt zwischen Ihrem Marketingkonzept als Selbstständiger und dem Markterfolg des Buchs. Aus zwei Gründen:

  • Die Inhalte des Marketingkonzepts sind eine wichtige Ressource für das Buchkonzept

Wenn Sie ein Experten-Marketingkonzept haben, sind Sie klar ausgerichtet: auf bestimmte Kundengruppen, auf einen eindeutigen Kundennutzen, auf klare Botschaften. Als Beraterin, Coach, Speaker oder Therapeutin müssen Sie schließlich wissen, was Sie zu sagen haben. Was die Kunden brauchen. Sie kennen den USP, haben vielleicht sogar eine Argumentationskette oder Verkaufsargumente parat.

Das erleichtert das Erarbeiten eines Buchkonzepts ungemein. Denn wenn ein Buch das Geschäft ankurbeln soll, dann muss es zum Beispiel dieselbe Zielgruppe ansprechen. Ich frage meine Autorin / meinen Autor immer nach drei bis fünf Kernaussagen: Was wollen Sie Ihren Leserinnen und Lesern im Wesentlichen vermitteln? Üblicherweise sind das dieselben Aussagen wie im täglichen Geschäft.

  • Das Buchmarketing muss sich in ein funktionierendes Unternehmensmarketing einfügen können

Über Verlage und den Buchmarkt haben viele ein verklärtes Bild: Die Autorin überreicht dem Verlag das Manuskript. Der publiziert es und sorgt dafür, dass es verkauft wird. Nun, leider funktioniert das nicht ganz so, schon gar nicht im Sachbuchmarkt. Gewinnmargen sind knapp, das Budget für Buchmarketing natürlich auch, vor allem für Erstautoren. Eine intensive Zusammenarbeit zwischen Autor und Verlag ist gefragt.

Ich finde, bei Sachbüchern ist es höchst sinnvoll, wenn Sie für Ihr Buch selbst kräftig die Werbetrommel rühren. Sie wollen schließlich nicht nur die Buchverkäufe, sondern vor allem Ihr Kerngeschäft ankurbeln. Sie sind diejenige, die Trägerin des Wissens ist. Niemand kann daher glaubwürdiger für das Buch sprechen als Sie selbst! Wie gut dies jedoch gelingt, ist abhängig von einem schon vorhandenen Unternehmensmarketing. Wenn Sie eine brauchbare Website, vielleicht sogar ein Blog haben, in den Social Media aktiv vernetzt sind und dann auch noch „Social-Media-Sprache“ beherrschen, haben Sie den Jackpot schon halb geknackt. Sie haben die besten Voraussetzungen, Ihr Buch über diese Kanäle zu vermarkten.

Wenn es hakt: Unklarheit und fehlender Mut

Manchmal sind Autoren zwar schon lange Experten auf ihrem Gebiet, aber erst ganz frisch selbstständig. Vielleicht sind sie auch schon länger selbstständig, möchten sich aber neu ausrichten. Oder sie haben bislang einfach noch kein Konzept für ihre Arbeit gebraucht und nur halbherzig eine vor sich hin siechende Website machen lassen. Es fehlt dann deshalb an der Klarheit. Oder auch am Mut, den letzten, entscheidenden Schritt ins Rampenlicht zu tun.

Dann ist der Weg bis zum fertigen Buchkonzept ein längerer, manchmal sogar ein richtig langwieriger. Es müsste erst Basisarbeit geleistet werden, die nur wenig mit dem Buch zu tun hat. Daher:

  • Konzeptarbeit: Bevor Sie sich ans Buchkonzept setzen, denken Sie über Ihr Unternehmenskonzept, speziell über die wichtigsten Elemente Ihres Marketings nach: Was ist Ihr USP? Wer ist Ihre Zielgruppe? Wie lässt sich deren Bedarf genau definieren? Welchen Vorteil haben Ihre Kunden durch Ihre Leistung? Ohne dieses Wissen kann nämlich Folgendes passieren: Sie beginnen mit dem Buch. Nach 20 Seiten krempeln Sie alles um und beginnen von vorne. Und dann noch einmal. Bald finden Sie sich in einer Dauerschleife wieder. Weil Sie eben nicht genau wissen, worauf Sie hinaus wollen. Was Sie sagen wollen. Irgendwann landet die Buchidee in der Schublade – und das war’s dann auch.
  • Innere Bereitschaft: Auch die Psyche kann einem Buchprojekt in die Quere kommen. Ein Beispiel: Ich schreibe für den Autor ein Exposé (also das Buchkonzept). Der Autor gibt Feedback, das ich einarbeite. Der Autor möchte nochmal Änderungen, weil er beim Inhalt unsicher ist. Und noch einmal. Und noch einmal … Schon wieder eine Dauerschleife. Diesmal könnte sie der Hinweis darauf sein, dass der Autor innerlich noch nicht ganz bereit ist, sich mit seinem Thema auf die Bühne zu stellen. Auch hier gilt es, etwas zu klären, das nichts mit den Buchinhalten zu tun hat: Sind Sie innerlich wirklich bereit?

 

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