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Kommunikation

Kategorie: Ansichtssache

Ein Thema mit Potenzial

Haben Sie schon einmal nachgeschlagen, was das Wort »Kommunikation« eigentlich heißt? Es ist eines dieser Worte, zu denen es jede Menge verschiedene Definitionen, Meinungen und Ansichten gibt. Keine Chance auf Eindeutigkeit also.

Kommunikation ist alles, so scheint es. Wenn wir mit unserem Partner, der Ehefrau, dem Kollegen, der Chefin reden – es ist Kommunikation. Wenn wir nicht miteinander reden und uns nur anschauen oder gestikulieren, ist es auch Kommunikation. Sogar wenn wir uns von einem Menschen wortlos abwenden und aus dem Zimmer gehen, ist es Kommunikation. Es ist Kommunikation, wenn wir etwas per Telefon, E-Mail, SMS oder Brief mitteilen.

Nicht nur in den Sozialwissenschaften hat Kommunikation ihren Platz. Wir finden sie  auch in der Technik (z.B. Telekommunikation), der Wirtschaft (etwa die Marktkommunikation), der Theologie (denken Sie an das Wort »Kommunion«), der Philosophie …

Also, können Sie den Begriff abgrenzen und in ein paar Worten definieren? Nein? Komisch, oder, dass wir trotzdem glauben zu wissen, was es bedeutet!

Das Duden-Herkunftswörterbuch gibt Aufschluss über die Wurzeln des Wortes. Es stammt aus dem Lateinischen. »Communis« heißt soviel wie »allen gemeinsam«, »communicare« heißt »gemeinschaftlich tun«.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Wort populär in dem Sinn, in dem wir es heute oft brauchen: Sich verständigen, Informationen austauschen. Aus dem lateinischen »communicatio« hat sich auch die Bedeutung im Sinne von »Verständigung, Mitteilung« etabliert.

Ein Thema mit viel Potenzial

Zukunftsforscher und Wirtschaftswissenschaftler sehen das Thema Kommunikation als eines der zukunftsträchtigen Bereiche an. Leo Nefiodow, als Forscher, Entwickler und Vordenker in der Informationsgesellschaft tätig, schreibt in seinem Buch »Der sechste Kondratieff«, dass die Wirtschaft vor allem dort Produktivitätsreserven finden wird, wo es um den Umgang mit ungenauem, mehrdeutigem und paradoxem Wissen geht. Beispiele dafür: Beratung, Kommunikation, Kooperation, Führung, Motivation und Kreativität.

Doch im Grunde brauchen wir nicht unbedingt die Bestätigung von Wissenschaftlern, um zu wissen, dass Kommunikation ein Bereich ist, in dem wir noch viel lernen können. Es ist Ihnen sicher schon passiert, dass Sie sich falsch verstanden gefühlt haben. Oder dass Sie gedacht haben, richtig verstanden worden zu sein – doch dann folgt eine Handlung, die Sie so nicht gemeint haben!

Vielleicht sind Sie schon einmal in einer Besprechung gesessen, bringen ein Argument ein und keiner hört es – und dann sagt ein anderer das selbe Argument, es wird aufgegriffen und weitergeführt. Sie wurden sicher schon einmal unterbrochen oder haben selbst andere beim Reden unterbrochen. Haben in einem Gespräch den Faden verloren. Oder haben in einer anfänglich guten Diskussion plötzlich nichts mehr zu sagen gewusst.

Gelungene Kommunikation – ein Glücksfall?

Wie schön wäre es doch, wenn wir zu jeder Zeit genau das sagen könnten, was uns am Herzen liegt, ohne jemanden zu verletzen oder selbst verletzt zu werden. Wie schön, wenn jeder den anderen immer verstehen würde! Gespräche und Diskussionen ohne Missverständnisse, wär das nicht was?

Das Zauberwort für gelungene Kommunikation heißt »Kongruenz« oder »Authentizität«. Gemeint ist damit die Übereinstimmung zwischen unseren Gefühlen (was sich in unserem Inneren abspielt), unserem Bewusstsein (was wir davon bewusst mitkriegen) und unserer Kommunikation (was wir davon nach außen sichtbar werden lassen).

Und der erste wichtige Schritt dorthin heißt: Sich selbst so gut wie möglich kennen lernen. Wie heißt es doch so schön:

»Willst du ein guter Partner sein,
dann horch erst in dich selbst hinein!«

Herzlichst, Ihre Daniela Pucher


1 Kommentar

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