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Kreativität, Teil 3

Kategorie: Ansichtssache

Was unsere Kreativität fördert

Wichtiger als die ‚passenden’ Eigenschaften ist auf jeden Fall ein anregendes Umfeld. Das gilt für Familie, Schule und Beruf gleichermaßen. Die folgenden Kriterien für einen kreativitätsfördernden Rahmen habe ich für Sie gefunden.

  • Rigide Vorschriften und unveränderliche Routinen würgen den Einfallsreichtum ab. Die Zügel hierarchischer Abfolgen zu lockern ist also angesagt.

  • Mehr Toleranz gegenüber dem Ungewöhnlichen

  • Ein angstfreies Ambiente

  • Die Möglichkeit zur Selbstorganisation schaffen. Jeder sollte selbst bestimmen können, wann und wo und wie er am besten arbeiten oder lernen kann.

  • Mentoren und Vorbilder

  • Wettbewerbe, die den Ehrgeiz anregen

  • Ein Wechsel von aktiven und ruhigen Perioden, Arbeit und Muße

  • Eine effektive Organisation, die von überflüssigen Arbeitsschritten entlastet und somit mehr Zeit für kreative Phasen schafft.

Sie meinen, das sei alles nur Theorie? In der Praxis findet sich kaum eine Organisation, in der solche Bedingungen herrschen?

Verzagen Sie nicht. Wenn Sie jetzt seufzend die Hände in den Schoß legen und die Schuld Ihrem Boss geben, dann verbauen Sie sich selbst Ihre Möglichkeiten. Denn zumindest ein wenig Spielraum haben Sie bestimmt! Fangen Sie an zu suchen!

Mit gutem Beispiel voran

Ihr Chef würgt jeden Einfallsreichtum ab? Lässt sich auf keine Gedankenspiele ein, nicht einmal theoretisch? Okay, Sie werden ihn nicht ändern können. Sie können aber sich selbst ändern. Erzählen Sie Ihren Kolleg/innen von Ihren Ideen, fragen Sie sie, was ihnen dazu einfällt. Lassen Sie »… das geht beim Chef nie durch …« nicht so ohne weiteres gelten.

Ich bin sicher, Sie finden zumindest eine/n Verbündete/n. Und Sie müssen ja nicht gleich die Welt verändern, eine Kleinigkeit tut’s auch.

Seien Sie lieb zu sich selbst

Wer das Gefühl hat, in der Arbeit gehe ganz bestimmt nichts, der hat immer noch die Möglichkeit, sich privat kreativ zu betätigen. Verzichten Sie nicht ganz darauf. Privat sind die Möglichkeiten unerschöpflich und für jedes Budget vorhanden. Von der hübschen Tischdekoration bis zum Umorganisieren Ihres Werkzeugkastens und dem Ausdenken eines besonderen Geschenks für jemanden, der schon alles hat. Ihre Ideen sind in jedem Bereich gefragt. Vielleicht wollen Sie ja sogar den Versuch wagen zu malen oder ein Instrument zu spielen.

Sagen Sie nicht »Das kann ich nicht«, denn mit diesen Worten sind Sie nicht besser als Ihr Chef, der im Büro keine neuen Versuche aufkommen lassen will. Und über ihn haben Sie sich ja beschwert, oder? Seien Sie lieb und nachsichtig, seien Sie Ihr eigener Mentor, der ein Auge zudrückt, wenn der erste Malversuch nicht gleich an Picasso erinnert ;-).

Geduld und Spaß am Tun

Niemand hat gleich beim ersten Versuch das große Erfolgserlebnis. Denken Sie doch daran, wie oft ein Kleinkind etwas Neues probieren muss, bis es dann einmal funktioniert. Wenn wir als krabbelndes Baby schon nach dem ersten Gehversuch aufgegeben hätten, würden wir heute noch immer auf allen Vieren dahinrobben. Wenn Sie etwas Neues versuchen, denken Sie nicht so sehr an Ihr perfektes Ziel, sondern haben Sie einfach nur Spaß am Experimentieren.

Freuen Sie sich auch an den ungewöhnlichen Dingen anderer Menschen in Ihrem Leben und betrachten Sie sie als willkommene Abwechslung Ihres Alltags. Wer sich eingräbt in seine Was-sich-gehört-und-so-haben-wir-es-immer-gemacht-Mentalität, kommt schwer aus dem dumpfen Alltagstrott heraus und wird seine eigene Kreativität schwer entfalten können.

Herzlichst, Ihre Daniela Pucher


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